Infoveranstaltung #2

Wir möchten uns bei allen, die bei der gestrigen ersten Infoveranstaltung waren, für ihr Interesse bedanken. Es bleibt noch über ein Monat Zeit. Wir möchten euch auf diesem Blog bis dahin immer auf dem laufenden halten. Für weiterführende Informationen verweisen wir jedoch gerne auf die Seite des Bündnisses Dresden Nazifrei.

An dieser Stelle noch der Hinweis zum Vortrag „Sachsen dreht frei“ vom 28C3.

Dresden is calling – Magdeburg is drowning

Warum es sich immer lohnt ein Zeichen zu setzen

Ein Beitrag von Lea Stein und Anna Grossmann, zur Verfügung gestellt durch das ART.NordThüringen

Als im Juli 2011 ein trauriges Trüppchen Neonazis durch Nordhausen marschierte war auf einem ihrer Transparente zu lesen: „Die Straße gehört uns.“ Im Juli in Nordhausen entsprach das den Tatsachen. Doch dies dürfte für die gesamte extreme Rechte Deutschlands relativ unbedeutend gewesen sein. Doch in Magdeburg und Dresden stellt sich die Situation anders dar. Beide Städte sind seit vielen Jahren Orte extrem rechten Geschichtsrevisionismus durch organisierte Aufmärsche mit unterschiedlichen Funktionen für die extrem rechte Szene. Nach außen hin geht es um „die Köpfe und Herzen des Volkes“, wie es in zahlreichen Strategiepapieren heißt. Außerdem sollen sie – wie das Beispiel Nordhausen zeigt – eine Machtdemonstration und damit ein deutliches Zeichen an politische Gegner und das verhasste System sein. Doch viel wichtiger als die Außenwirkung sind die Bedeutungen für die Szene selbst. Gerade für das aktionsorientierte Spektrum der extremen Rechten sind Demonstrationen ein Teil des subkulturellen Angebots und dienen damit auch der Stärkung nach innen. Hinzu kommt, dass besonders die Demonstrationen mit hohen Teilnehmerzahlen helfen, die kollektive Identität der extremen Rechten zu stärken. Dies steigert sich durch die für die Szene wichtigen Anlässe oder Daten, an denen die Veranstaltungen durchgeführt werden. Besonders bei den großen Aufmärschen stehen sie meist in Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus und erhöhen für die Szene so den symbolischen Wert. Dies können wie in Dresden geschichtsrevisionistische Aufmärsche eines deutschen Opferkultes sein oder Huldigungen eines NS-Verbrechers wie Rudolf Heß in Wunsiedel.

Seit einiger Zeit finden in der extrem rechten Szene Diskussionen über die Bedeutung dieser Demonstrationen statt und es scheinen sich Veränderungen anzukündigen. In welcher Form ist bisher nicht zu erkennen. Doch gibt es auch in diesem Frühjahr vor allem zwei wichtige neonazistische Aufmärsche: Magdeburg und Dresden. Beide Märsche sind in einem gemeinsamen Veranstaltungsbündnis mit gemeinsamer Internetpräsenz organisiert und werden anscheinend von einem sich überschneidenden Organisationskreis vorbereitet.

(mehr…)

Infoveranstaltung

Wie in den vergangenen Jahren wollen auch 2012 Nazis den Jahrestag der Bombardierung Dresdens für ihre Zwecke nutzen.

Frei nach dem Motto „Aller guten Dinge sind 3“ soll dieser Erfolg auch in diesem Jahr wiederholt werden. Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen. – Daher werden wir am 18. Februar 2012 gemeinsam mit vielen anderen Bussen und Menschen nach Dresden fahren. Als Vorbereitung auf den Tag in Dresden findet am 11. Januar 2012 um 18 Uhr eine erste Informationsveranstaltung im Haus 34/Hörsaal 4 der Fachhochschule statt, zu der wir Euch herzlich einladen. Dort erfahrt Ihr Wissenswertes zu den Hintergründen des Naziaufmarsches, den angemeldeten Kundgebungen und Demonstrationen und werdet mit aktuellen Nachrichten versorgt.

Weitere Informationen findet Ihr immer aktuell hier auf unserem Blog.

Hier noch einmal alles Wichtige zusammengefasst:

Was: Infoveranstaltung zu Dresden Nazifrei
Wann: 11. Januar2012, 18 Uhr
Wo: Hörsaal 4, Fachhochschule Nordhausen

Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Versammlung ausgeschlossen.

DD: Vom Mythos zum Ritus

ein Beitrag von addn – Alternative Dresden News

Nachdem mittlerweile klar geworden ist, dass das Bündnis “Dresden Nazifrei” auch in diesem Jahr an ihrem bewährten Konzept der Massenblockaden festhalten wird, gibt es auch in der Stadt immer mehr das Bestreben nach eigenen Aktionen in Sicht- und Hörweite der geplanten Aufmärsche im Februar. Eine von der Stadt beauftragte Arbeitsgruppe hatte aus diesem Grund Dresdens Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, ein Motto für die parteiübergreifenden Veranstaltungen zu finden. Im Februar sollen die Aktivitäten abseits der geplanten Blockaden unter dem von einer Jury aus den zu gesendeten Vorschlägen gewählten Motto: “Mit Mut, Respekt und Toleranz – Dresden bekennt Farbe” stattfinden. Der Direktor der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und Moderator der Arbeitsgruppe, Frank Richter, sieht in den knapp 100 Zuschriften “ein deutliches Zeichen dafür, wie sehr das Gedenken die Menschen in, aber auch außerhalb von Dresden bewegt”. Angesprochen auf die Blockaden meinte Richter, dass diese dennoch “kein geeignetes Mittel” seien, um sich gegen Rechte zu wehren und forderte die Blockierer stattdessen auf, “auch die entsprechenden juristischen Konsequenzen [zu] akzeptieren”. Wie schon im vergangenen Jahr plant die Stadt auch in diesem Jahr am 13. Februar um 18 Uhr eine Menschenkette, um damit das Gedenken in der historischen Altstadt vor der Vereinnahmung durch die Nazis zu schützen aber auch um an die Bombardierung der Stadt zu erinnern. Am Abend wollen dann wieder Nazis aus dem Spektrum der so genannten Freien Kräfte auf einem Trauermarsch mit Fackeln an die Bombardierung der Stadt durch die Alliierten erinnern. Für den 18. Februar ruft die Arbeitsgruppe aus Parteien, Vereine und Verbänden zu einem gemeinsamen Protest in Hör- und Sichtweite des von der Jungen Landsmannschaft Ostpreußen angemeldeten Aufmarschs mit mehreren tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf.

Auch aus den Reihen der sächsischen CDU wird inzwischen offen für die Proteste gegen die Aufmärsche im Februar geworben. So betonte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich am Dienstag gegenüber der Presse, dass von Dresden “ein Signal ausgehen” soll, um damit zu zeigen, “dass es in dieser Stadt keinen Platz für Neonazis gibt”. Er erinnerte daran, dass Nazis den 13. Februar schon seit den 90er Jahren für ihren Zweck nutzen und sieht die Ursache in der Lethargie der Dresdner Bürgerschaft, die in der Vergangenheit nicht entschlossen genug war, “diesem Spuk von Anfang an ein Ende zu setzen”. Dazu lädt er Bürger aus ganz Deutschland zum friedlichen Protest nach Dresden ein um damit den Nazis zu signalisieren, dass in der sächsischen Landeshauptstadt “Rechtsextremismus in keiner Weise toleriert” wird. Eine massenhafte Teilnahme könne, so Tillich weiter, dazu beitragen, “den Wunsch der Neonazis nach weiteren Demonstrationen in Dresden verschwinden zu lassen”. In seiner kürzlich veröffentlichten Neujahrsansprache hatte Tillich auch die Fortschritte im Kampf gegen den so genannten “Rechtsextremismus” und die oft ehrenamtliche Arbeit zahlreicher Initiativen gegen Rechts gelobt. Er verzichtet jedoch darauf, sich auf die Kriminalisierung zivilgesellschaftlicher Antinaziaktivitäten und das Misstrauen, welches der Freistaat Vereinen und Initiativen gegen Rechts im vergangenen Jahr entgegengebracht hat, zu beziehen. Wie zu diesen Aussagen das offensichtliche Versagen zuständiger sächsischer Ermittlungsbehörden angesichts des jahrelangen Wirkens rechter Terroristen vom Freistaat aus passt, erwähnte er nicht.

(mehr…)

DD: bisher 14 Veranstaltungsanmeldungen

Aus einer Antwort des Staatsministeriums des Innern auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Johannes Lichdi geht hervor, das insgesamt 14 Versammlungen bis jetzt rund um den Jahrestag der Bombardierung der Stadt Dresden am 13. Februar angemeldet sind. Der Stand der Anmeldungen bezieht sich auf den 12. Dezember, seitdem sind allerdings einige Veranstaltungen bereits wieder abgesagt worden, andere sind hinzugekommen.

Die extrem rechte Junge Landsmannschaft Ostdeutschland (JLO) hat Veranstaltungen für den 11., 13. und 18. Februar angemeldet. Jeweils 2000 Teilnehmer erwarte die JLO, die seit einigen Jahren regelmäßig rund um den 13. Februar Veranstaltungen anmeldet. Hinzu kommt für den 13. Februar eine weitere Veranstaltung, die laut Stadtverwaltung dem rechten Lager zuzuordnen ist.

Artikel unter DNN-online – 14 Versammlungen rund um den 13. Februar sind in Dresden angemeldet lesen.

Busfahrkarten #2

Ihr könnt ab sofort Busfahrkarten für die Fahrt nach Dresden erwerben. Wo genau, erfahrt ihr unter tickets.

Mobi-Video

Weder der Aufruf zur Blockade, zu einem der größten europäischen Naziaufmärsche, noch die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem sog. Gedenken der Bombardierung durch die Alliierten hat an Aktualität verloren. Wir wenden uns gegen jede Form von Geschichtsrevisionismus. Alten und neuen Nazis darf keine Gelegenheit gegeben werden, die deutsche Geschichte zu verklären und die NS-Verbrechen zu verherrlichen.

Als Einstimmung

Mobi-Video (2011) von dem spektrenübergreifenden Bündnis „Dresden Nazifrei“:

Mobi-Video (2010) von dem „No Pasaran“-AntifaBündnis:

Aufwärmen ist wichtig!

Wir verweisen an dieser Stelle auf die Gegenaktivitäten zu dem am 14. Januar 2012 stattfindenden Naziaufmarsch in Magdeburg. Dieser steht ebenso im geschichtsrevisionistischen Kontext der neonazistischen „Trauermärsche“ und verzeichnete in den letzten Jahren steigende Teilnehmerzahlen.

Weitere Infos erhaltet ihr unter anderem hier – MD blockieren und hier – entschlossen handeln

Busfahrkarten

Ihr könnt euch ab sofort in unseren Emailverteiler eintragen. Schickt uns über Kontakt eine kurze Nachricht. Informationen zu dem Erhalt von Fahrkarten, Infoveranstaltungen und weiteren Möglichkeiten der Vorbereitung erfahrt ihr in Kürze auf dieser Seite.

Nordhausen trainiert für Dresden

Auf dieser Seite bekommst du ab jetzt alle Infos zur gemeinsamen Anreise von Nordhausen nach Dresden. Als Startschuss gibt es hier unser Mobi-Plakat für 2012.